Bedeutendste Sammlung osmanischer Kunst öffnete in Dresden
»Türckische Cammer macht Faszination des Orients erlebbar«
Im Dresdner Residenzschloss wurde am 06.03.2010 eine der ältesten und weltweit bedeutendsten Sammlungen osmanischer Kunst außerhalb der Türkei eröffnet. In der Türckischen Cammer als Teil der Rüstkammer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist auf knapp 750 Quadratmetern orientalische und orientalisierende Kunst zu sehen. Die sächsischen Kurfürsten hatten die Sammlung seit dem 16. bis zum 19. Jahrhundert aus diplomatischen Geschenken, Ankäufen und Beutestücken zusammengetragen.
»Mit der Türckischen Cammer erstrahlt ein neues Glanzlicht sächsischer Sammlungsgeschichte und Kulturpflege. Besucher Sachsens und der Staatlichen Kunstsammlungen erwartet ein Museum, welches weit über Deutschland hinaus seinesgleichen sucht. Die Eröffnung der Türckischen Cammer ist für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem Zentrum der Kunst und Wissenschaft von weltweiter Ausstrahlung«, sagte die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Sabine von Schorlemer, im Vorfeld der Ausstellungseröffnung. »Ich wünsche mir, dass die Türckische Cammer über die Auseinandersetzung mit osmanischer Kunst und Kultur zur Auseinandersetzung mit osmanischer Geschichte anregt und dass es gelingt, möglichst viele türkische und internationale Gäste nach Dresden einzuladen. Das wäre ein wichtiges Zeichen für Weltoffenheit und Internationalität der Sammlungen und der Stadt Dresden«, so der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Prof. Martin Roth.
Die Türckische Cammer zeigt insgesamt rund 600 Objekte, darunter Prunkreitzeuge, Panzerhemden, Helme, Fahnen, Waffen und Gewänder. Zentrales Ausstellungsstück ist ein osmanisches Staatszelt aus dem Besitz Augusts des Starken: 20 m lang, 8 m breit und 6 m hoch. Zu den Höhepunkten der neuen Dauerausstellung zählen acht aus Holz geschnitzte Pferde in Originalgröße. Jeder der rund 150 kg schweren, prunkvoll geschmückten Araber ist ein Unikat. »Die ausgestellten Objekte sollen die von der osmanischen Kunst und Kultur ausgehende Faszination nachvollziehen und das Fremdartige erlebbar machen. Die Besucher erleben den Zauber einer orientalischen Nacht«, sagte der Direktor der Rüstkammer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Prof. Dirk Syndram. »Weltweit einmalig in der Dresdner Sammlung ist eine Gruppe von osmanischen Reflexbögen mit Originalbespannung, deren ältestes Exemplar aus dem Jahr 1586 stammt. Vier faltbare Trinkbecher aus Leder belegen das große Interesse sächsischer Herrscher an der osmanischen Alltagskultur. Eine besondere Faszination ergibt sich jedoch aus den vielfach überlieferten Angaben zur Provenienz der orientalischen Schätze der Türckischen Cammer, wie sie in dieser Form und Fülle wohl in keinem anderen Museum der Welt zu finden sind«, ergänzte Holger Schuckelt, Oberkonservator der Sammlung.
Die Türckische Cammer war seit 1614 ein eigenständiger Sammlungsbereich innerhalb der Rüstkammer. In den vergangenen 70 Jahren konnten die Arbeiten allerdings nicht angemessen museal präsentiert werden. Sie wurden bis 1942 in anderer Form im Dresdner Johanneum ausgestellt und 1959 in kleiner Auswahl in die Dauerausstellung der Rüstkammer integriert. Zwanzig Jahren lang war an der Konzeption der Türckischen Cammer und dem Erhalt der Objekte gearbeitet worden. Die Gestaltung der Räume der Türckischen Cammer hatte das Architekturbüro Peter Kulka übernommen.
Die neue Dauerausstellung wird von einem umfangreichen museumspädagogischen Rahmenprogramm begleitet, zu dem auch Führungen in türkischer Sprache und Lehrerfortbildungen, unter anderem in Berlin, Hamburg und Stuttgart, zählen. Es erscheint ein Katalog im Sandstein-Verlag Dresden, Hrsg. Staatliche Kunstsammlungen Dresden (ISBN 978-3-940319-89-0) sowie im Deutschen Kunstverlag, Hrsg. Staatliche Kunstsammlungen Dresden (ISBN: 978-3-422-06913-8).
Kunst und Kultur
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Winterland Sachsen

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Tourismus
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Rundfunk, Presse, Film
Die Sächsische Staatskanzlei trägt die Verantwortung für die Medienpolitik, die in Deutschland Sache der Länder ist. Ein gesetzlicher Rahmen, der dem rasanten Wandel im Informationszeitalter gerecht wird, die Sicherung der publizistischen Vielfalt und einer unabhängigen Grundversorgung gehören zu den zentralen Aufgaben. Darüber hinaus ist die Vermittlung von Medienkompetenz ein Schwerpunkt sächsischer Medienpolitik.
Das war Olympia 2010: Sechs Medaillen für die sächsischen Olympioniken!

Das Sächsische Haus, welches im Rahmen der XXI. Olympischen Winterspiele 2010 dem Freistaat eine Plattform bot, schloss am Sonntagabend mit einer überaus erfolgreichen Bilanz nach 17 Olympiatagen seine Pforten. Mit 34.000 Gästen avancierte das »German Saxony House«, wie die kanadischen Gastgeber das sächsische Domizil im Vancouver Rowing Club nannten, zu einer der beliebtesten Adressen für viele Olympiateilnehmer aus Sachsen und ganz Deutschland sowie zahlreiche Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien.
Sachsen präsentierte sich gastfreundlich mit typischer Kultur und Musik sowie regionalen Spezalitäten als innovativen Wirtschaftsstandort, erfolgreiches Sportland und attraktives Reiseziel. Aber auch für offizielle Termine war die sächsische Vertretung in Vancouver bestens geeignet. Dazu gehörte zum Beispiel am 19. Februar die Vertragsunterzeichnung einer weltweit bisher einzigartigen Kooperation zum Austausch von Kulturgütern zwischen den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und dem U'mista Cultural Centre in Alert Bay. Darüber hinaus erlebte das Sächsische Haus ein großes Medienecho und war Anlaufpunkt nationaler wie internationaler Journalisten.
Erfolge konnten neben dem Saxony House aber natürlich vor allem die sächsischen Sportler erzielen. Schon in den ersten Tagen zeigten sie sich in Bestform. Thomas Florschütz vom BRC Riesa steuerte mit Anschieber Richard Adjei im Zweierbob der Männer auf den Silberrang. Rennrodlerin Tatjana Hüfner hatte sich zuvor in Kanada die Goldmedaille im Rodeln gesichert. Mit 2:46,524 konnte sie sich deutlich von der Konkurrenz distanzieren. Bereits am dritten Olympiatag hatten die Chemnitzer Eiskunstläufer Aljona Savchenko und Robin Szolkowy mit ihrer Kür zur Musik von »Jenseits von Afrika« die Bronzemedalllie im Eiskunstlauf gewonnen.
In der Nordischen Kombination gewannen Björn Kircheisen und Eric Frenzel zusammen mit ihren Teamkollegen Johannes Rydzek und Tino Edelmann die Bronzemedaille im Teamwettbewerb. Schon einen Tag zuvor hatte die Langläuferin Claudia Nystad zusammen mit Evi Sachenbacher-Stehle im Teamlauf die olympische Goldmedaille erkämpft.
Die letzte Medaille erkämpften sich Claudia Nystad und ihre Teamkolleginnen Evi Sachenbacher-Stehle, Miriam Gössner und Katrin Zeller in der Langaufstaffel der Frauen. Die Silberplakette wurde durch Schlussläuferin Claudia Nystad komplett gemacht.
Sport
Sachsen fördert den Sport, so steht es als Staatsziel in der Verfassung. Dazu gehört es, Kinder möglichst früh für Bewegung zu begeistern, Talente zu fördern und die Entfaltung einer vielfältigen Vereinslandschaft für den Breitensport zu unterstützen.
Sächsisches Staatsarchiv
Das Sächsische Staatsarchiv verwahrt eine reiche schriftliche Überlieferung. Es dokumentiert tausend Jahre sächsischer, deutscher und europäischer Geschichte. Der Gesetzgeber hat dem Staatsarchiv aufgetragen, dieses einmalige kulturelle Erbe für Gesetzgebung und Rechtsprechung, Regierung und Verwaltung, Wissenschaft und Forschung, Bürger und Allgemeinheit unverfälscht zu erhalten, stetig zu ergänzen und öffentlich zugänglich zu machen.
Aber wozu muss überhaupt archiviert werden? Die im Staatsarchiv verwahrten Unterlagen bilden einen Teil unseres kulturellen Erbes. Urkunden aus dem 10. Jahrhundert, Unterlagen zum Silbererzbergbau im Erzgebirge oder zur Leipziger Messe, um nur einige Beispiele zu nennen, werden hier verwahrt. Archive sind Arsenale der Aufklärung. Noch Jahrzehnte später können Entscheidungsprozesse der öffentlichen Verwaltung nachvollzogen werden. Archive machen staatliches Handeln nachträglich transparent und dienen so der Demokratie. Archive sichern öffentliche und private Rechte. Sie leisten unentbehrliche Hilfe, wenn es um die Ermittlung umweltbelasteter Böden, um politische Rehabilitierung oder um das Eigentum an Grund und Boden geht.








