Kabinett verabschiedet Krankenhausplan 2012/2013

Im Freistaat Sachsen wird die Krankenhauslandschaft den Erfordernissen der kommenden Jahre angepasst. Grundlage dafür bildet der am 10. Januar von der Staatsregierung beschlossene Krankenhausplan für die Jahre 2012 und 2013.
»Der Krankenhausplan enthält notwendige Anpassungen von Strukturen und Kapazitäten aufgrund des demografischen Wandels, des medizinischen Fortschritts und der Entwicklung des Leistungsgeschehens«, erklärte Gesundheitsministerin Christine Clauß. Gleichzeitig stellt der Krankenhausplan des Freistaates Sachsen die Grundlage für die Investitionsförderung der Krankenhäuser dar und berechtigt die in den Krankenhausplan des Freistaates Sachsen aufgenommenen Krankenhäuser zur Abrechnung der im Rahmen des Versorgungsauftrages definierten Leistungen.
Während die Entwicklung in den somatischen (physischen) Fachgebieten eine Reduzierung der Bettenkapazitäten rechtfertigt, müssen die Kapazitäten in den psychischen Fachgebieten aufgrund des weiter stark gestiegenen Bedarfs ausgeweitet werden:
| Fachgebiete | Betten KHP 2009/ 2011 | Betten KHP 2012/ 2013 | +/- |
| Somatik | 22.515 | 22.006 | -509 |
| Kinder- und Jugendpsychiatrie | 360 | 387 | +27 |
| Psychiatrie und Psychotherapie | 2.672 | 2.778 | +106 |
| Psychosomatische Medizin | 199 | 199 | - |
| Gesamt | 25.746 | 25.370 | -376 |
Des Weiteren wurden mehrere Fachplanungen ergänzt: Entsprechend dem Geriatriekonzept des Freistaates Sachsen werden erstmalig Fachabteilungen für Krankheiten bei alternden Menschen gesondert ausgewiesen. Die stationären Angebote in der Palliativmedizin werden weiter ausgebaut und auch die Kapazitäten in der neurologischen Frührehabilitation werden in diesem Jahr erweitert.
Durch medizinischen und technischen Fortschritt ergeben sich außerdem weitere Herausforderungen: Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden werden eröffnet und eine interdisziplinäre und intersektorale Zusammenarbeit wird verstärkt gefordert. Ausdruck dafür sind die Einrichtungen zur Cochlear-Implantation sowie zur spezialisierten septischen Chirurgie und Adipositasbehandlung.
Landtag und Regierung des Freistaats erinnern an Opfer des Nationalsozialismus

Mit einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung erinnerten der Landtag und die Staatsregierung heute an die Opfer des Nationalsozialimus. Landtagspräsident Matthias Rößler und Ministerpräsident Stanislaw Tillich hielten vor etwa 450 geladenen Gästen im Plenarsaal eine Ansprache. Zu den Gästen gehörten Überlebende des Holocausts und Vertreter von Opferverbänden sowie Schulklassen. Der Leiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, Boris Böhm, sprach über die »Euthanasie«-Verbrechen in Sachsen. Der 27. Januar ist nationaler Gedenktag zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus.
Jahresausblick des Ministerpräsidenten: Schwerpunkt auf soliden Finanzen und Stärkung der Demokratie

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat am 27. Januar 2012 in Dresden einen Ausblick auf das Jahr 2012 gegeben. Im Fokus stehe u.a. die Fortsetzung der soliden sächsischen Haushaltspolitik, die sich in der Aufstellung des Doppelhaushaltes 2013/2014 widerspiegeln werde. »Wir halten daran fest, keine neuen Schulden aufzunehmen und mit der notwendigen Weitsicht auf zurückgehende Einnahmen zu reagieren. Gerade deshalb investieren wir weiter in Bildung, Forschung und Infrastruktur, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Freistaates auszubauen«, sagte Ministerpräsident Tillich. »Die sächsische Staatsregierung wird 2012 ihren Kurs konsequent und verlässlich fortsetzen, um den Freistaat Sachsen zu einer lebenswerten und weltoffenen Heimat für alle zu machen. Im Dialog mit den Menschen die besten Lösungen zu finden und die Interessen des Freistaates mit Nachdruck in Berlin und Brüssel zu vertreten – davon wird auch dieses Jahr unser Handeln geprägt sein.«






